Senioren und Jugendliche feiern gemeinsam Wolfauslassen

Große Aufregung und Freude war diese Woche zu spüren im Caritas Sozialzentrum St. Elisabeth in Regen, anlässlich des traditionellen Wolfauslassens.
Dieser schöne alte Brauch stammt noch aus der Zeit, als die Wanderhirten mit ihrem Vieh auf den Wiesen und Bergweiden im bayrischen Wald unterwegs waren, und sie es vor Gefahren durch Wölfe und andere Raubtiere schützen mussten. Die Kühe trugen dabei große Glocken um den Hals, deren lautes Geläut die wilden Tiere abschrecken sollte. Nach dem Abtrieb forderte der Hirte dann von den Bauern den Lohn für das Hüten ein. Daran erinnert der heutige "Hiataspruch": Aiz kimmt da Hiat mit seiner Giart…"
14 Jugendliche aus dem Caritas Marienheim besuchten diese Woche die Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialzentrums, ausgerüstet mit großen alten Kuhglocken, begleitet von ihrem "Hirten" Stefan Käser und tatkräftig unterstützt von ihren Erzieherinnen. Im Takt des Hirten wurde mit den Glocken geläutet und gegeißelt, was vielen Bewohnerinnen und Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht trieb. Es wurden dabei viele Erinnerungen an frühere Erlebnisse wach, was wiederum für viel Gesprächsstoff und gute Laune sorgte. Manch einer erinnerte sich auch an seine eigene Teilnahme bei diesem schönen Brauch, sei es nun als Zuschauer, als Teilnehmer oder gar als Hirte.
Im Anschluss gab es für die Bewohner, Mitarbeiter und natürlich die fleißigen "Wolfausläuter" und ihren Hirten Kaffee und leckere Torten.
In fröhlicher Runde ließen alle gemeinsam den schönen Nachmittag ausklingen und waren sich einig, dass das "Wolfausläuten" auch nächstes Jahr wieder stattfinden soll.